Krankenhausfinanzierung - Was ist das?

01.02.2012 10:47 Uhr

Was ist eine Krankenhausfinanzierung?

Eine Krankenhausfinanzierung ist notwendig, um den Betrieb der Krankenh├Ąuser zu sichern. Daf├╝r m├╝ssen die entsprechenden finanziellen Mittel bereitgestellt werden. Krankenh├Ąuser m├╝ssen modernisiert und erweitert werden, auch die laufende Instandhaltung ist zu finanzieren. Die Besch├Ąftigten im Krankenhaus m├╝ssen bezahlt werden, auch dies erfolgt durch die Krankenhausfinanzierung. Krankenh├Ąuser erbringen f├╝r die Versorgung der Patienten voll- und teilstation├Ąre Leistungen. Diese Leistungen werden ├╝ber die Krankenhausfinanzierung bezahlt.

Grundlage f├╝r die Krankenhausfinanzierung in Deutschland ist das Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) vom 29.07.1972. Darin ist die duale Finanzierung geregelt. Bei der dualen Krankenhausfinanzierung in Deutschland werden die Investitionskosten und die pflegesatzf├Ąhigen Kosten voneinander getrennt. Zu den Investitionskosten geh├Âren Aufwendungen f├╝r Modernisierung, f├╝r die Anschaffung gro├čer medizinischer Ger├Ąte, f├╝r Instandsetzungen, f├╝r Neubauten und vieles mehr. Dieser Teil der Krankenhausfinanzierung erfolgt durch die Bundesl├Ąnder und wird ├╝ber Steuergelder vorgenommen. Zu den pflegesatzf├Ąhigen Kosten z├Ąhlen die Betriebskosten der Krankenh├Ąuser f├╝r Strom, Heizung, Personal, Verbrauchsmaterial und ├Ąhnliches. Diese Kosten werden von den Krankenkassen ├╝bernommen und durch die Patienten selbst aufgrund des Tagessatzes f├╝r Behandlungen im Krankenhaus mitgetragen. Die Krankenkassen ├╝bernehmen f├╝r die Behandlung ihrer Versicherten die Kosten. Dazu erhalten sie vom jeweiligen Krankenhaus eine Rechnung ├╝ber den Versorgungsaufwand. Je nach Krankheitsfall werden daf├╝r verschiedene Fallgruppen unterschieden. F├╝r die verschiedenen Krankheitsf├Ąlle wurden Kodierungen erarbeitet, mit denen die Einteilung in die Fallgruppen erfolgt. Diese Kodierungen sind in einem Fallpauschalenkatalog erfasst, der bereits mehrfach ├╝berarbeitet wurde. Da jedoch den Krankenkassen nur begrenzte Mittel zur Verf├╝gung stehen, ist von den Patienten bei einer Krankenhausbehandlung ein Eigenanteil zu bezahlen.

F├╝r die Krankenhausfinanzierung der voll- und teilstation├Ąren Leistungen gelten in Deutschland verschiedene Regelungen. F├╝r psychiatrische und psychosomatische Krankenh├Ąuser gilt die Bundespflegesatzverordnung. Die Abrechnung und Verg├╝tung erfolgt ├╝ber tagesgleiche Pfleges├Ątze. Bei den somatischen Krankenh├Ąusern, die sich auf Operationen, Knochenbr├╝che, innere Erkrankungen usw. spezialisiert haben, gilt das Krankenhausentgeltgesetz als Grundlage der Krankenhausfinanzierung. Dabei wird ein pauschaliertes Verg├╝tungssystem je nach Fallgruppe genutzt. Je nach Schwere der F├Ąlle wird jeder Fallgruppe ein bestimmtes Kostengewicht zugeordnet.

Da die Leistungen der privaten Krankenkassen umfangreicher sind als die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen, k├Ânnen gesetzlich Krankenversicherte, um bessere Leistungen zu erhalten, eine private Zusatzkrankenversicherung bei einer privaten Krankenkasse abschlie├čen. Die private Zusatzkrankenversicherung beteiligt sich an der Krankenhausfinanzierung, indem sie die Kosten f├╝r Chefarztbehandlung, Zweibettzimmer usw. ├╝bernimmt.

F├╝r die Krankenhausfinanzierung stehen den Krankenh├Ąusern Budgets in unterschiedlicher H├Âhe zur Verf├╝gung. Diese richten sich nach der vereinbarten Belegung. Wenn die Belegung unterschritten wird, erh├Ąlt das Krankenhaus das gesamte vereinbarte Budget. Bei einer ├ťberschreitung der Belegung muss der Erl├Âs, der ├╝ber das Budget hinausgeht, abgef├╝hrt werden.

Die Bundesregierung erarbeitet verschiedene ├änderungsvorschl├Ąge f├╝r die gesetzlichen Regelungen in der Krankenhausfinanzierung.